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Lauf gegen den Hunger

11.04.2019

Lauf gegen den Hunger

Mit sportlicher Betätigung Geld sammeln und damit Gutes tun - diesem Grundgedanken wollten die Schülerinnen und Schüler der Carl-Orff-Schule folgen und meldeten sich zum „Lauf gegen den Hunger“ an. Diese Initiative wird von der „Aktion gegen den Hunger“ betreut, einem deutschen Ableger der Hilfsorganisation „Contre le Faim“. 10 Tage zuvor hatte eine Mitarbeiterin der Organisation den Schülern mit kurzen Filmausschnitten und Erzählungen veranschaulicht, wem die erlaufenen Spendengelder zugutekommen. Wichtig war unter anderem auch, dass nur ein sehr geringer Teil der Gelder in die Öffentlichkeitsarbeit und in die Verwaltung fließt und dass 90% direkt in die Projekte investiert wird. Der diesjährige Fokus der Organisation liegt auf der afrikanischen Republik Tschad, die immer wieder Naturkatastrophen verkraften muss. Mangelernährung ist ein weiteres großes Thema dort. 24 Euro genügen schon, um ein mangelernährtes Kind einen Monat lang mit Aufbaumilch zu versorgen. 42 Euro reichen, um einer Familie eine Ziege zu finanzieren. Hilfe zur Selbsthilfe ist dabei immer das Ziel. Eine Woche lang hatten die Kinder Zeit, um in ihrem Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis Sponsoren zu suchen, die jede gelaufene Runde auf dem Sportplatz mit Geldbeträgen belohnen wollten. Centbeträge waren dabei genauso wertvoll wie größere Eurobeträge, denn es ging um die Geste und um die Motivation und Unterstützung der Kinder. Diese sponserten sich teilweise selbst, um den Kindern im Tschad so Aussicht auf ein besseres Leben zu ermöglichen.

 

Am Tag des Laufes trafen sich die jeweiligen Jahrgänge zu vereinbarten Zeiten auf dem Sportplatz, um ihre 300 Meter langen Runden zu laufen. Dafür hatten sie 20 Minuten Zeit. Pausen waren jederzeit möglich. Lockeres Laufen sorgte dafür, dass viele Schüler lange durchhielten und viele Runden schafften. Wer anfangs sehr schnell unterwegs war, kam hinten raus aus der Puste und hörte je nach Befindlichkeit vor Ablauf der 20 Minuten auf. Viele Schüler taten sich in Gruppen zusammen und liefen gemeinsam ihre Runden, andere waren als Einzelkämpfer unterwegs. Die Motivation war ungebrochen. „Ich glaub‘, ich schaff‘ noch eine Runde“, meinte ein Junge aus der zweiten Klasse nach einer kurzen Verschnaufpause – und war schon wieder unterwegs. Die gelaufenen Runden wurden noch am selben Tag an die Familien der Schüler zurückgemeldet. Jetzt dürfen die Spendenbeträge entweder über die Schule oder online gegen den Hunger fließen. Allein in der Klasse 2b sind Spenden zusammengekommen, die dem Gegenwert einer mittelgroßen Ziegenherde entsprechen. Eine tolle Aktion, bei der man Kindern vermitteln kann, dass man gemeinsam ohne großen Aufwand Gutes tun und anderen helfen kann.